Die Atommasse (A), früher als Atomgewicht bezeichnet, meint die Masse von Atomen chemischer Elemente.
Unterschieden wird zwischen relativer Atommasse (Ar) (ohne Masseinheit) und der absoluten Atommasse, angegeben in kg, g oder u (atomare Masseinheit).
Mithilfe der relativen Atommassen, den daraus berechenbaren Molekülmassen und der daraus abgeleiteten molaren Masse können die Massen- und Volumenverhältnisse der an einer chemischen Reaktion beteiligten Stoffe berechnet werden. Die absolute Masse eines Atoms liegt im Bereich von 10-27 kg (0,000 000 000 000 000 000 000 000 001 kg). Der Definition nach besitzt der zwölfte Teil eines Mols des Kohlenstoffisotops 12C eine Masse von 1g. Das heisst die absolute Atommasse ist somit auf Gramm bezogen. Da es sehr kleine Zahlenwerte gibt wird grundsätzlich die atomare Masseinheit u (1u = 1,66056*10-27 kg) verwendet, die ebenfalls einem zwölftel der Atommasse des Kohlenstoffisotops 12C entspricht. Der Zahlenwert der Masse eines Teilchens eines in u und der Zahlenwert der Masse von 1 mol dieses Teilchens in g sind somit identisch.
Ein Atommodell ist eine Vorstellung vom Aufbau und der Form der Atome. Schon im Altertum gab es die Atomhypothese, nach der die Atome als die unteilbaren und unveränderlichen Grundbausteine aller materiellen Stoffe angesehen wurden. Die Atomhypothese konnte sich zunächst nur auf die philosophische Bevorzugung eines Teilchenmodells gegenüber der Hypothese der unendlich fortsetzbaren Teilbarkeit der Materie stützen. Auch sollten die unterschiedlichen Eigenschaften der materiellen Stoffe auf die Kombinationsmöglichkeiten einiger weniger Arten von Atomen zurückgeführt werden. Erst ab Anfang des 19. Jahrhunderts zeigten sich in der Chemie und der Physik naturwissenschaftliche Hinweise auf die wirkliche Existenz der Atome: Das Atom wurde als kleinste Einheit eines chemischen Elements definiert, und das Verhalten von Gasen konnte nach der kinetischen Gastheorie vollständig aus der ungeordneten Bewegung einer Vielzahl gleicher Moleküle, die jeweils aus wenigen Atomen bestehen, erklärt werden. Als Atommodell genügte hierbei die Vorstellung einer kleinen Kugel von ca. 0,1 nm Durchmesser und ca. 10−26 kg Masse. In dieser Form hatte sich Ende des 19. Jahrhunderts die Atomhypothese weitgehend durchgesetzt, als neue Beobachtungen mit Elektronenstrahlen und radioaktiven Stoffen zeigten, dass diese Atome selber aus kleineren Teilchen bestehen. Die Erklärung ihres komplizierten inneren Aufbaus führte 1925 zur Quantenmechanik, deren Atommodelle vorrangig als mathematische Aussagen formuliert sind. Auf die Frage, wie man sich denn ein Atom nun vorzustellen habe, antwortete Werner Heisenberg, einer der Schöpfer der Quantenmechanik: «Versuchen Sie es gar nicht erst!» [Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Atommodelle]