Stärke von Säuren und Basen

Aus dem Protolysegleichgewicht ergibt sich die Stärke von Säuren und Basen nach Brønsted. Umso grösser die Gleichgewichtskonstante ist, desto stärker ist die Säure, was zu einem höheren Wert führt, wodurch erkennbar ist, dass die entsprechende Base stark ist. Anhand der Werte unterscheidet man zwischen sehr starken, starken, schwachen und sehr schwachen Basen beziehungsweise Säuren. Eine sehr starke Säure ist jedoch nicht gleichzusetzten mit einer sehr aggressiv wirkenden Säure. Ein Beispiel dafür ist die schwache Flusssäure, welche aber trotz ihrer «Schwäche» die meisten Metalle, Kunststoffe, Gläser und Mineralien auflöst. Nach dem Massenwirkungsgesetz lässt sich die Protolyse einer bestimmten Säure in Wasser wie folgt beschreiben:

Genau wie beim Autoprotolysegleichgewicht vom Wasser wird hier die Konzentration als konstante Grösse miteinbezogen. Das Produkt davon wird als Säurekonstante bezeichnet.  Genau auf die gleiche Weise ist die Basenkonstante einer Base definiert. Umso vollständiger die Protonenübertragung erfolgt, desto stärker liegt das Protolysegleichgewicht auf der rechten Seite und umso stärker ist die jeweilige Base beziehungsweise Säure. Daraus kann man ablesen, dass umso grösser der Wert ist desto stärker die Säure oder Base.